Vaping?

Die Idee zu dieser Site kam mir wohl irgendwann mitten in der Nacht, und als ich am nächsten Tag aufgestanden bin, hatte ich mir wohl die Domain und sämtliche Social Media Accounts schon gesichert. Immer schön, wenn man sich selber so unter Erfolgsdruck setzt…

Der Sinn dieser Site soll sein, all den Menschen, die mich in den letzten Monat auf meine E-Zigaretten angesprochen haben, die Hintergründe, Funktionsweisen und Vorteile von E-Zigaretten generell, aber auch von einzelnen Geräte speziell näher zu bringen. Dazu wird es dann auch Reviews meiner aktuell vorhandenen und zukünftig neu erstandenen Geräte geben – für die schon etwas fortgeschrittenen Vaper, die sich etwas neues zulegen wollen.

Vaping!

Der Begriff “vaping” bedeutet “dampfen” und bezeichnet vor allem in englischsprachigen Ländern die Benutzung von E-Zigaretten. Da E-Zigaretten ein im Alltag noch nicht sehr verbreitetes Phänomen sind, findet der belebteste Austausch – wie bei allen Nischen-Themen – vor allem im Internet statt. Und da das Internet bekanntermaßen die englische Sprache vorzieht, vor allem wenn man Informationen zu einem Thema sucht, ist die Terminologie rund um E-Zigaretten mit englischen Wörter gespickt.

Ich selber ziehe die englischen Worte “vaping” und “vaper” allerdings auch den deutschen Pendant “dampfen” und “Dampfer” vor, weil ersteres für mich immer nach Kiffen klingt, und letzteres nach Schifffahrt.

Warum ich mit dem Rauchen aufgehört und mit dem Vapen angefangen habe, kann man hier nachlesen:

Nichtraucher

Andere Begriffe, die hier häufiger zu lesen sein werden, und für den Uneingeweihten (so wie ich damals) schnell mal erklärt werden sollten:

Mods

Wenn man von den üblichen E-Zigaretten aus den Medien mal absieht und sich der realen Welt des Vapens zuwendet, wird man relativ schnell feststellen, dass ernsthafte Vaper eigentlich nie die Kugelschreiber-großen Komplettsysteme nutzen, sondern meistens etwas solideres und vielseitigeres nutzen: ein Mod mit einem Atomizer drauf. Den Begriff “Atomizer” erkläre ich gleich, aber für’s erste reicht die Umschreibung “das Teil wo der Dampf raus kommt”.

Ein Mod wird im deutschen oft Akkuträger (AT) genannt, was seine Daseinsberechtigung ziemlich passend beschreibt: dort steckt der Akku drin. Und mindestens noch eine teilweise sehr rudimentäre Art von Schalter, wenn nicht direkt ein komplexer Mikrocontroller und sogar ein Display. Das Mod ist damit auch aufgrund seiner Größe aber nicht nur das Griffstück, sondern auch der Freiraum für die Kreativität des Designers – es definiert und dominiert die Gesamterscheinung der E-Zigarette.

Atomizer

Das ist “das Teil wo der Dampf raus kommt”, zumindest wenn alles so funktioniert wie es soll, und wird auf deutsch auch “Verdampfer” genannt. Im Vergleich zu Mods, welche meistens immer gleich aufgebaut sind und sich technisch(!) eher nur durch die Position des Schalters unterscheiden, gibt es bei Atomizern eine beachtlichen Anzahl von Funktionsweisen. Jede davon hat ihre Vor- und Nachteile, aber natürlich arbeiten die Hersteller (welche meistens auch irgendwann normale Vaper waren, die sich etwas selber basteln wollten) laufend daran, die Vorteile aller schon existierenden Geräte zu vereinen.

Grundsätzlich kann man zwischen zwei Arten von Atomizern unterscheiden: Atomizer mit fertigen, austauschbaren Atomizer Heads (Verdampfer-Köpfen), und Rebuildable Atomizer (RBA, Selbstwickel-Verdampfer/SWVD), bei denen man alles selber machen kann/muss.

Auf die erste Art will ich nicht weiter eingehen, da es auch dort wieder verschiedene Arten gibt (Cartomizer, Clearomizer, Carto Tanks, Rebuildable Clearomizer), aber man könnte sie mit “gut für Einsteiger und einfach in Stand zu halten, allerdings auch sehr beschränkt in den Möglichkeiten” beschreiben. Natürlich gibt es auch dort Ausnahmen, wie z.B. den Kanger ProTank II, dessen Verdampfer-Köpfe man auch selber neu wickeln kann, aber das wäre eher Material für einen eigenständigen Artikel (kommt!).

Wenn ich also von Atomizern rede, dann meine ich meistens RBAs, also die Verdampfer bei denen man selber die Heizspirale (Coil) aus Widerstandsdraht um einen Docht (Wick) wickelt, oder wie bei der Micro Coil (s.u.) diesen später durch die Micro Coil fädelt. Das grundliegende Prinzip ist immer gleich: Wenn man den Schalter der E-Zigarette betätigt, fließt Strom durch die Heizspirale, welche sich erwärmt und das im Docht befindliche Liquid verdampft. Wie das Liquid zum Docht kommt, und der Docht zur Heizspirale, ist dann wieder von Atomizer zu Atomizer unterschiedlich, aber es gibt immer einen Docht und immer eine Heizspirale.

Liquid

Der Stoff aus dem die Wolken sind. Das ist jetzt nicht nur so ein blöder Spruch, sondern Tatsache. Der Dampf aus normalem Liquid besteht wirklich aus nicht viel mehr als Wasserdampf (genau wie Wolken), Geschmacksaromen und eventuell Nikotin. Liquid wird normalerweise aus Propylenglykol (PG) und Vegetable Glycerin (VG) hergestellt, welche beide ungefährliche Lebensmittelzusatzstoffe sind, manchmal noch mit etwas Wasser verdünnt, und oft mit verschiedenen Menge von Nikotin versetzt. So gut wie immer wird aber noch entweder ein einzelnes, oder aber eine ganze Mischung aus künstlichen Aromen hinzugefügt, welche (neben dem Dampf) den eigentlichen Reiz eines Liquids ausmachen – zumindest wenn man die Nikotin-Versorgung für Ex-Raucher mal ausser Acht lässt.

Wie bei allem was mit Vaping zu tun hat, gibt es – abgesehen von der Geschmacksrichtung – auch bei Liquids wieder verschiedene Varianten, welche aber wenigstens einigermaßen überschaubar sind (immer bei gleichem Mischungsverhältnis des Basis-Liquids mit dem Aroma):

  • 100% PG – da Propylenglykol das Aroma transportiert, ist diese Variante die mit dem stärksten Geschmack, allerdings mit dem wenigsten Dampf
  • 100% VG – der dickste Dampf, aber leider nur sehr wenig Geschmack
  • 50/50 VPG – guter Kompromiss zwischen Geschmack und Dampf (häufig auch 50% PG, 40% VG, 10% Wasser)

Selbstverständlich kann man sich seine Liquids auch komplett selber herstellen, in allen (ALLEN!) Geschmacksrichtungen und Konsistenzen und Nikotinstärken. Apropos Nikotin: alles kann, nichts muss. Gängig sind die Stärken 0mg, 6mg, 12mg und 18mg, welche mit leichten Abweichungen üblicherweise als ohne (logisch), leicht, mittel und stark angeboten werden. Beim Selbermischen gibt’s nach oben keine Grenze, ausser hoffentlich dem gesunden Menschenverstand oder sonst einer Nikotinvergiftung. Und wo wir grade davon reden…

Gesundheit / Krebs-Risiko

Jeder zweite Mensch, der mich auf meine E-Zigarette anspricht und hört, dass ich dadurch mit dem Rauchen aufgehört habe, stellt mir irgendwann die Frage “Ist das denn nicht noch viel ungesünder, auch so mit dieser ganze Chemie drin?”

Daran merkt man dann, wie wenig Nichtraucher, und teilweise sogar Raucher selber, über die eigentlichen Gefahren des Rauchens wissen. Wer an Rauchen denkt, denkt dabei als erstes wohl an Nikotin. Nikotin macht gelbe Finger und Zähne, Nikotin vergilbt die Tapete, im Auto ist eine dicke Nikotin-Schicht auf der Frontscheibe? Ja, sowas hört man. Was die Leute aber eigentlich meinen, ist Teer bzw. all die anderen Verbrennungs(!)produkte von Tabak.

Nikotin ist zwar ein Nervengift, aber nicht gesundheitsschädlich – zumindest solange man die übliche Dosis nicht überschreitet, aber dann braucht man sich über langfristige Schäden sowieso keine Gedanken mehr machen. Nikotin ist insofern böse, weil es süchtig macht. Die Sucht führt dazu, dass man immer weiter raucht, und je mehr man raucht, umso mehr wirklich schädliche Stoffe nimmt man zu sich. Und diese Stoffe (wie z.B. Stickoxide, Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Benzol, Phenole, Formaldehyd, Ammoniak, Nitrosamine, Akrolein, Spurenelemente wie Nickel und Cadmium) sind Schuld an Lungenkrebs, oder viel häufiger sogar noch Herz-Kreislauferkrankungen.

Für mich ist Nikotin in meinem Liquid nichts anderes als Koffein im Kaffee. Das macht auch abhängig und verursacht keine Langzeitschäden, und niemand hat was dagegen.

Abgesehen vom Nikotin enthält Liquid nichts, was man nicht auch so tagtäglich zu sich nehmen würde. Wer’s nicht glaubt kann ja mal hier nachschauen: Propylen Glycol, (Vegetable) Glycerin

Und auch wenn ich kein Arzt bin und es noch keine Langzeitstudien darüber gibt, eins ist klar: Ungesünder als eine Zigarette kann es nicht sein!

Diese Seite wird in naher Zukunft noch weiter ergänzt, aber als einfacher Einstieg sollte sie erstmal reichen.

Wer besondere Wünsche bezüglich Begriffen oder Gründen haben will, kann gerne einen Kommentar hinterlassen und ich kümmere mich dann sobald es geht darum.

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